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Zwillinge aus dem Tutanchamun-Grab werden näher untersucht

Von Nilkreuzfahrt | 13.September 2008

Bereits im Jahr 1922 wurden im Grab des legendären Pharaos Tutanchamun zwei Babys gefunden, die vermutlich tot auf die Welt kamen und Kinder des Pharaos waren. Um die Klärung des genauen Verwandtschaftsgrades bemühen sich nun ägyptische Forscher, die bei ihrer Arbeit prominente Unterstützung aus England erhalten. Der weltweit angesehene Anthropologe Robert Connolly von der Universität Liverpool wird seinen ägyptischen Kollegen bei dieser Aufgabe zur Hand gehen.

Die mutmaßlichen Tutanchamun-Zwillinge wurden nach ihrer Bergung aus dem Grab in den 20er-Jahren in die Universität Kairo gebracht, wo sie über 50 Jahre mehr oder weniger unbeachtet blieben und fast schon in Vergessenheit geraten waren. Als man sich in Kairo Ende der 1970er-Jahre wieder an die Zwillinge erinnerte, wurden erste Untersuchungen an den sterblichen Überresten vorgenommen. Der damalige Stand der Wissenschaft ließ jedoch nur sehr überschaubare Erkenntnisse zu.

Weitere drei Jahrzehnte später, in Zeiten von DNA-Tests und weiteren Möglichkeiten, die in früher Jahren nicht zur Verfügung standen, soll ein neuer Anlauf unternommen werden, um den Grad der Verwandtschaft zwischen Tutanchamun und den Zwillingen zu klären. Die Tatsache, dass es keine historischen Dokumente gibt, die von Kindern Tutanchamuns berichten, überrascht zumindest den Heidelberger Ägypten-Experte Joachim Friedrich Quack wenig. Es könne durchaus sein, dass die Geburt der Zwillinge unerwähnt blieb, da es offensichtlich sich um Totgeburten handelte. Zudem sei Tutanchamun höchstens 17 oder 18 Jahre alt gewesen, also noch sehr jung, als er eines mysteriösen Todes starb, weshalb er zwar in der Lage war Kinder zu zeugen, diese zu seinem Todeszeitpunkt allerdings noch nicht sehr alt sein konnten.

Beitrag aus: Aegypten Forschung |

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