Caritas setzt sich für Straßenmädchen in Ägypten ein
Von Nilkreuzfahrt | 16.Oktober 2008
In einem Gemeinschaftsprojekt engagieren sich die Caritas Ägypten und die Caritas Salzburg nun verstärkt für die Rechte von Mädchen, die in Ägypten auf der Straße leben müssen. Der Tätigkeitsschwerpunkt wird hierbei auf Alexandria liegen, wo dieses Problem besonders stark verbreitet ist. Alexandria bildet nach der Hauptstadt Kairo das bedeutendste Wirtschaftszentrum in Ägypten, hat aber dennoch mit größeren Problemen im sozialen und gesellschaftlichen Bereich zu kämpfen. Hinzu kommt die Problematik, dass bei diversen ähnlich gelagerten Hilfsaktionen in der Vergangenheit vor allem der männlichen Jugend geholfen wurde und die Straßenarmut der Mädchen häufig wegdiskutiert wurde.
Der erste Schritt zur Verbesserung der Situation der Straßenkinder in Alexandria wurde vor etwa zwei Monaten mit der Eröffnung eines Tagesheims gemacht, in dem die Mädchen unter anderem medizinisch betreut werden. Die Caritas Salzburg beteiligte sich an diesem Projekt mit einem namhaften Betrag, wie deren Vorstand Hans Kreuzeder mitteilt. Dennoch ist Kreuzeder mit dem bisher Erreichten noch lange nicht zufrieden und kündigte als nächsten, weiterführenden Schritt den Bau eines Wohnheims speziell für Mädchen an. Dort finden die Straßenmädchen eine dauerhafte Unterkunftsmöglichkeit vor und werden in allen Lebensbereichen, insbesondere der schulischen und sozialen Ausbildung von den Caritas-Mitarbeitern vor Ort unterstützt.
Kreuzeders Kollege Magdy Garas, der der Caritas Ägypten vorsteht, begrüßt die Hilfe der Partnerorganisation aus Salzburg ausdrücklich und zeigte sich erleichtert, dass nun auch etwas für die Straßenmädchen in Alexandria und anderen Teilen Ägyptens unternommen werden könne.
Beitrag aus: Aegypten News |
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