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Ägyptische Christen kämpfen gegen Zwangsverordnung in Pässen

Von Nilkreuzfahrt | 11.September 2008

Die Religionsfreiheit steckt in Ägypten noch in den Kinderschuhen. Diese Tatsache wird durch zwei aktuelle Beispiele, in denen zum Christentum konvertierte Ägypter bisher ohne Erfolg um eine entsprechende Eintragungsänderung in ihrem Pass kämpfen, einmal mehr verdeutlicht. Zwar werden ausländische, nicht-muslimische Touristen in weiten Teilen Ägyptens inzwischen vorbehaltlos akzeptiert und respektiert, aber ägyptische Bürger haben es aber nach wie vor sehr schwer ihrer Religion frei nachgehen zu können, sofern diese nicht der Islam ist.

Im August 2007 scheiterte der christliche Konvertit Muhammad Hegazy vor dem State Council Court in Kairo mit der Klage auf Änderung seiner im ägyptischen Pass vermerkten Religionszugehörigkeit. Dasselbe Schicksal droht nun, ein Jahr später, auch Maher Ahmad El-Mo´otahssem Bellah El-Gohary zu ereilen. Das endgültige Urteil über seinen Antrag, nun auch offiziell als Christ anerkannt zu werden steht zwar noch aus, es wird jedoch damit gerechnet, dass die Klage des 56-jährigen Ägypters ebenfalls abgewiesen wird.

Das islamische Recht, an der sich auch die zivile Rechtsprechung Ägyptens orientiert, sieht die Möglichkeit eines Austritts aus dem Islam nicht vor. Ein kleiner Funken Hoffnung besteht für die Konvertiten in Ägypten aber dennoch. Im aktuellen Fall hat sich nun auch die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Person von Vorstandssprecher Martin Lessenthin zu Wort gemeldet. Lessenthin richtete von der Frankfurter Zentrale der IGFM einen flammenden Appell an Prof. Mahmoud Hamdi Zak-zouk, den Religionsminister Ägyptens, sich für das Recht auf Änderung der Religionszugehörigkeit in ägyptischen Pässen einzusetzen.

Beitrag aus: Religion |

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