Aegyptens Hotelbranche bekommt staatliche Hilfe
Von Nilkreuzfahrt | 11.Februar 2009
Das Gastgewerbe in Ägypten sieht sich nach dem Ausbruch der weltweiten Finanzkrise mit einem ganz neuen Problem konfrontiert, das man am Nil in dieser Form bisher noch nicht kennengelernt hatte. Seit Jahren vermeldeten die Hoteliers in Ägypten ausschließlich Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem jeweiligen Vorjahr.
Dieser Trend hat sich in den letzten Wochen und Monaten auf dramatische Art und Weise ins Gegenteil verkehrt, wie Buchungsrückgänge von bis zu 30 % zeigen. Einer der Gründe dürfte besonders das Ausbleiben der russischen Urlauber sein.
Während die meisten Hoteliers am Roten Meer und Mittelmeer dank der gewinnträchtigen Vorjahre in der Lage sein sollten, die sich für dieses Jahr abzeichnende Durststrecke zu bewältigen, zeichnet sich für zahlreiche Investoren ein gravierendes Problem ab. Nahezu überall in Ägypten, vor allem am Roten Meer und entlang des Mittelmeers, wurden in den letzten Jahren gewaltige Hotelprojekte in Angriff genommen. Über die Auslastung der neu entstehenden Hotels musste man sich angesichts der vorgenannten Entwicklung in Ägypten damals keine Sorgen machen.
Im Tourismusministerium in Kairo scheint der zuständige Minister Suheir Garana den Ernst der Lage erkannt zu haben und sagte den Investoren staatliche Kredite zu, um die Fertigstellung der im Bau befindlichen Hotelprojekte nicht zu gefährden. Als weiterführende Maßnahme wurde das Budget für Werbemaßnahmen im Ausland um zusätzliche 40 Millionen Dollar aufgestockt, damit die Touristen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten den Weg nach Ägypten finden. Ägypten gilt nach wie vor als eines der preiswertesten Ziele im gesamten Mittelmeerraum und ist besonders für seine Gastfreundschaft und den guten Service in den Hotels bekannt.
Beitrag aus: Tourismus |
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